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Wie ich mittlerweile über Spiele denke

Dieser Beitrag wird wohl mehr ein Sammlung an Gedanken sein, als wirklich ein gut strukturierter Artikel. Es geht mir hier darum meine Gedanken zu sammeln und wie ich derzeit über eines meiner leidenschaftlichen Themen denke.

Nach der Arbeit gibt es ungefähr eine Stunde an ich mir etwas Zeit nehmen kann, um etwas zu erledigen oder etwas zu zocken. Entscheide ich mich für eine Aufgabe, die ich noch erledigt haben will, dann schalte ich mir Musik an und lege los. Alles recht unkompliziert.
Entscheide ich mich jedoch etwas zu spielen, um runter zu kommen, dann wird es mittlerweile eher kompliziert.

Es fängt damit an, dass ich die Steam Bibliothek aufmache und erstmal ein paar Minuten schaue was ich überhaupt spielen kann. Weil ich aber Spiele deinstalliere, die ich nicht spiele, habe ich nie mehr als 3 gleichzeitig installiert.
Möchte ich also etwas spielen, dass nicht installiert ist, würde es 3-4 Stunden dauern, das Spiel wieder zu installieren. Also schaue ich zwischen den Spielen, die zur Verfügung stehen oder entscheide mich dann doch ein Spiel zu installieren, um es morgen zu eventuell spielen zu können.

Meist entscheide ich aber ein vorhandes Spiel zu starten. Weil ich am Ende des Tages entspannen möchte, spiele ich nur noch Singleplayer Spiele. Multiplayer-Spiele stressen mich einfach mittlerweile mehr als michzu entspannen, dazu kommt aber sicherlich ein eigener Rant.

Ich starte also ein Spiel, zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht selten Stardew-Valley. Das Spiel ist wirklich super, es liefert alles was zum entspannen notwendig ist; wunderschöne Pixelgrafik, ein grandiose Welt in der es viel zu endtecken gibt und ein nostalgisches Gefühl an die Super Nintendo Zeit.
Es gibt nur ein Problem, ich kann mich derzeit beim Spielen nicht entspannen. Sobald ich das Spiel starte und anfangen möchte, geht mein Kopf los. Ich rechne direkt aus, dass ein Tag bei Stardew Valley ein Tag ca. 15-20 Minuten (inkl. Spielunterbrechungen) hat. Also kann ich ca. 4 Tage spielen. Ich überlege mir direkt, wie ich am effizentesten den Tag verbringe: die Ernte vorbereiten, ob ich fischen oder in die Mine gehe, welche Werkzeuge aufgerüstet werden soll, etc.. Eine echte Entspannung findet bei mir einfach nicht mehr statt.

Eine ähnliche Erfahrung habe ich bereits mit anderen Spielen gehabt, z.B. Hollow-Knight. Ebenfalls ein großartiges Spiel, aber ab einem gewissen Punkt, merke ich dass ich das Spiel nicht mehr genieße, sondern zum Ende kommen möchte, um es abzuschließen.

Wenn ich dann die Zeit gespielt habe, fühlt sich dies auch nicht richtig an. Der Gedanke kommt nicht selten, dass ich in der Zwischenzeit etwas hätte schaffen können, was mich im Leben vorwärts bringt. Etwas neues Lernen oder eben eine Aufgabe erledigen, die schon länger wartet. Nicht selten schalte ich das Spiel nach einigen Minuten aus und setze mich an Aufgaben ran.

Jage ich also da einem Geist aus Vergangenheit nach? Dem Gefühl, als ich von der Schule nach Hause kam, die Konsole anwarf und für ein Stunden sorglos in der Welt von Super Mario World umherstreifte. Habe ich in mit der Zeit verlernt zu entspannen oder erachte Spiele deshalb als sinnlose Beschäftigung, weil diese mich meinen Zielen nicht näher bringen?

Ich weiß noch nicht ob jemals wieder entspannt ein Spiel spielen kann oder eine neue Art der Entspannung finden werde, die ich gleichzeitig als sinnvoll erachte. Vermutlich muss ich mir die Fähigkeit aneignen wieder zu entspannen und die Zeit zu genießen. Mal sehen wie sich dies in der Zukunft entwickeln wird.

Veröffentlicht in Gaming Rant

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